Nierendiät für Hunde
Wichtig: Bei Hunden mit Nierenerkrankung ist auf eine bedarfsorientierte Versorgung mit Phosphor zu achten. Knochen oder Knochenmehl dürfen nicht verfüttert werden. Auch auf Innereien sollte verzichtet werden. Kein Trockenfutter, da dieses zum einen zu viel Getreide und zum anderen keine Flüssigkeit enthält.
Menüs
Unser Muskelfleisch-Angebot
Eine weitere Möglichkeit ist unser Muskelfleisch-Angebot:
- Swiss Rind – reine Fleischwurst
- Swiss Schaf – reine Fleischwurst
- Swiss Pferd – reine Fleischwurst
- Reines Pferde Muskelfleisch PUR
- Reines Känguru Muskelfleisch PUR
In diesen Menüs verwenden wir keine Knochen und keine Innereien. Der Hauptbestandteil ist hochverdauliches Muskelfleisch. Wie Sie unsere Menüs bedarfsdeckend gestalten, erfahren Sie in unserem Beitrag: Allein-/Ergänzungsfuttermittel.
Wie füttere ich einen Hund mit chronischer Niereninsuffizienz?
Unter chronischer Niereninsuffizienz (CNI) versteht man eine fortschreitende Erkrankung, bei der die Leistungsfähigkeit der Nieren abnimmt. Die Niere ist dafür zuständig, Abfallprodukte aus dem Stoffwechsel auszuscheiden. Bei einer Schädigung der Niere kommt es zu einer schleichenden Vergiftung des Körpers. Eine CNI schreitet langsam voran und die Symptome werden erst sichtbar, wenn die Funktion der Nieren schon stark eingeschränkt ist. CNI ist nicht heilbar.
Geschädigtes Nierengewebe ist nicht imstande, sich zu regenerieren. Lediglich das Fortschreiten der Krankheit kann möglicherweise aufgehalten werden.
Die Wasseraufnahme muss begünstigt werden (Trinkbrunnen, Futter mit Flüssigkeit anreichern …).
Den Phosphorgehalt im Futter reduzieren, um die Niere zu entlasten.
Welche Faktoren begünstigen eine CNI?
- Chronischer Flüssigkeitsmangel (deshalb steht Trockenfutter im Verdacht, eine CNI zu begünstigen)
- Vergiftungen
- Chronische Entzündungen
- Medikamente
- Bluthochdruck
- Krebs
Was darf nicht verfüttert werden?
- Trockenfutter (enthält viel Getreide und keine Flüssigkeit)
- Knochen und Knochenmehl (hoher Phosphorgehalt)
- Innereien (hoher Phosphorgehalt)
- Salz und Getreide (belasten die Nieren stark)
Was ist wichtig in einem Nieren-Diätmenü?
- Hochwertiges Eiweiss (Muskelfleisch von Huhn, Truthahn oder Fisch)
- Viel Fett (Gänseschmalz, Rinderfett, Schaffett)
- Omega-3-Fettsäuren (Lachsöl)
- Die Wasseraufnahme muss erleichtert werden (Trinkbrunnen, Futter mit Flüssigkeit anreichern …).
Die artgerechte Ernährung ist ein wesentlicher Faktor bei CNI oder Harnwegserkrankungen. Hierfür gibt es kein Patentrezept. Das Ziel muss ganz klar darin liegen, die Lebensqualität des Hundes zu verbessern.
Hinweis: Diese Ernährungsratschläge dürfen keinesfalls als Ersatz für eine tierärztliche Therapie verstanden werden.
Wie füttere ich einen an Struvitsteinen leidenden Hund?
Wie füttere ich einen an Struvitsteinen leidenden Hund?
Hunde als Beutegreifer benötigen mindestens so viel Wasser, wie ein Beutetier mitbringt. Ein mit Trockenfutter gefütterter Hund leidet häufig an einem chronischen Flüssigkeitsmangel. Da Hunde in der Regel nicht genug trinken können, um den Flüssigkeitsmangel auszugleichen, kann es mangels Harndrangs zur Konzentration des Urins und hohen pH-Werten in der Blase kommen.
Struvitsteine (Blasensteine) bilden sich, wenn der pH-Wert im Urin über 7,0 liegt (normal nüchtern 6,2–6,8).
Ansäuerung des Harns
Eine Ansäuerung des Harns ist nun angebracht. Struvitsteine lösen sich bei einem pH-Wert unter 6,5 auf.
Ein an Struvitsteinen leidender Hund kann normal gebarft, mit unseren Schlabbimenüs oder unserer schongegarten Nassnahrung ernährt werden. Methionin und Cystin sind ansäuernde Aminosäuren und im Fleisch in ausreichender Menge enthalten. Diese Aminosäuren sorgen bei Fleischfressern mitunter dafür, dass der pH-Wert im idealen, leicht sauren Milieu bleibt. Sollte der pH-Wert im Urin trotz allem nicht sinken, können Sie mit Vitamin C nachhelfen. Hagebuttenpulver eignet sich hierzu.
Was sollte bei Struvitsteinen nicht verfüttert werden?
- Kein Trockenfutter
- Kein Getreide
- Keine Zusätze, die Magnesium enthalten (Bierhefe, Spirulina)
- Keine Kleie
Hinweis: Diese Ernährungsratschläge dürfen keinesfalls als Ersatz für eine tierärztliche Therapie verstanden werden.
Wie füttere ich einen an Oxalatsteinen leidenden Hund?
Damit Harnsteine wachsen können, müssen im Urin viele Mineralstoffe vorhanden sein. Oxalatsteine entstehen beim Hund, wenn der pH-Wert im Urin unter 6,29 liegt. Diese Steine können auf einen zu geringen Magnesiumgehalt in der Ernährung zurückzuführen sein. Ein niedriger Magnesiumspiegel erhöht das Risiko der Hunde, an Oxalatsteinen zu erkranken.
Fütterung bei Oxalatsteinen
Leider können Oxalatsteine nicht durch eine Futterumstellung aufgelöst werden. Hier ist es notwendig, dem Hund beispielsweise Kaliumcitrat zu verabreichen, um eine Erhöhung des pH-Wertes im Urin zu erreichen. Eine Umstellung auf eine artgerechte Ernährung (mind. 60 % Fleisch / max. 40 % Kohlenhydrate und Ballaststoffe) ist dringend zu empfehlen.
Auf die Fütterung von Trockenfutter sollte unbedingt verzichtet werden, da es einen zu hohen Anteil an pflanzlichen Bestandteilen haben kann, welcher sich sehr negativ auf den pH-Wert auswirken kann. Zudem kann Trockenfutter zur chronischen Austrocknung des Körpers führen.
Was sollte bei Oxalatsteinen nicht verfüttert werden?
- Keine glycerinreichen Futtermittel, tierischen Nebenerzeugnisse oder Innereien
- Kein oxalsäurehaltiges Gemüse (z. B. Spinat, Mangold, Rote Bete)
- Kein Trockenfutter (zu viele pflanzliche Bestandteile, chronische Dehydration)
- Nicht zu viel Getreide (belastet die Nieren stark)
- Kein Salz (belastet die Nieren stark)
Die artgerechte Ernährung ist ein wesentlicher Faktor bei CNI oder Harnwegserkrankungen. Hierfür gibt es kein Patentrezept. Das Ziel muss ganz klar darin liegen, die Lebensqualität des Hundes zu verbessern.
Hinweis: Diese Ernährungsratschläge dürfen keinesfalls als Ersatz für eine tierärztliche Therapie verstanden werden.
Unterstützung bei der Ernährung Ihres Hundes
Bei einer Nieren- oder Harnwegserkrankung muss die Fütterung individuell auf den Gesundheitszustand und die Bedürfnisse Ihres Hundes abgestimmt werden. Bei Pour Ellie finden Sie persönliche Unterstützung sowie verständliche Onlinekurse rund um die Hundeernährung.
Persönliche Begleitung bei Pour Ellie
Bei komplexeren Ernährungsthemen bietet Pour Ellie eine persönliche Begleitung über mehrere Monate an. Gemeinsam werden die bisherige Fütterung, vorhandene Befunde und mögliche Anpassungen der Ernährung angeschaut. So erhalten Sie eine fachliche Einschätzung und Unterstützung bei den nächsten Schritten.
Mehr zur persönlichen Begleitung bei Pour Ellie
Onlinekurse für mehr Wissen und Sicherheit
Die Onlinekurse von Pour Ellie vermitteln verständliches, praxisnahes Wissen rund um die Hundeernährung. Vom Basiskurs über das Kochen für Hunde bis zur Ernährung im Alter können Sie Ihr Wissen im eigenen Tempo vertiefen.
Die Mission von Pour Ellie: fundiertes Wissen vermitteln, das Ihnen mehr Orientierung und Sicherheit bei der täglichen Fütterung gibt – frei von Marketingclaims oder Verkaufsinteressen.
Häufige Fragen zur Ernährung nierenkranker Hunde
Worauf kommt es bei einer Nierendiät besonders an?
Wichtig sind eine angepasste Phosphorzufuhr, ausreichend Energie und eine geeignete Menge hochwertigen Proteins. Die genaue Zusammensetzung richtet sich nach dem Krankheitsstadium, den Untersuchungsergebnissen und dem körperlichen Zustand Ihres Hundes.
Muss mein nierenkranker Hund möglichst wenig Fleisch erhalten?
Eine möglichst starke Fleischreduktion ist kein sinnvolles allgemeines Ziel. Entscheidend sind die gesamte Protein- und Phosphormenge sowie eine ausreichende Energieversorgung. Zu wenig Protein kann den Verlust von Muskulatur begünstigen.
Kann ich für meinen nierenkranken Hund selbst kochen?
Ja, sofern die Ration individuell berechnet wird. Eine selbst gekochte Nierendiät muss sowohl die krankheitsbedingten Anforderungen als auch die Versorgung mit essenziellen Nährstoffen berücksichtigen.
Sind Menüs ohne Knochen und Innereien automatisch eine Nierendiät?
Nein. Der Verzicht auf diese Zutaten allein reicht nicht aus. Ob ein Menü geeignet ist, hängt vom tatsächlichen Nährstoffgehalt, der gefütterten Menge und den übrigen Bestandteilen der Ration ab.
Was kann ich tun, wenn mein Hund schlecht frisst?
Anhaltend geringer Appetit sollte zeitnah tierärztlich abgeklärt werden. Übelkeit und andere Begleiterscheinungen können behandelt werden. Eine Futterumstellung sollte behutsam erfolgen, damit Ihr Hund weiterhin ausreichend Energie aufnimmt.